Gruß aus der Internetküche!

Auffindbarkeit ist Glückssache?

Man stelle sich vor, jemand sucht einen im Internet und findet ihn nicht. "So ein Blödsinn" werden da einige sagen, "Ich steh doch drin, man braucht doch nur meine Internetadresse in die Suchmaschine eingeben, dann werde ich oben angezeigt."

Davon abgesehen davon, dass wirklich nicht jeder die Internetadresse von Anbieter A oder Unternehmer B kennt: Wer sucht denn schon einen Betrieb mit der konkreten Internetadresse? Vermutlich suchen die meisten User mit ganz anderen Schlüsselwörtern und wissen noch gar nicht, bei welchem Anbieter sie fündig werden!

SERP
Suchbegriff und Googletreffer

Die wenigsten Menschen laufen nachts mit schwarzen Klamotten und schwarzer Kapuze ohne irgendetwas Reflektierendem auf einer Landstraße herum. Jeder vernünftige Mensch passt auf, dass er irgendwie gesehen wird, wenn er nicht überfahren werden möchte. Bei Webseiten hingegen ist es anders herum: Es passiert nichts, wenn sie im Internet nicht gesehen werden. Dieses "nichts" bedeutet: Die Präsenz hat keine Besucher.

In der Tat können Webseiten so beschaffen sein, dass sie selbst mit den nächstliegenden Begriffen bei Google & Co nicht gefunden werden. Das ja OK, wenn die Intention des Betreibers ist, unsichtbar zu bleiben (so zum Beispiel bei privaten Websites für Familie und Freunde). Wer mit seiner Seite Kunden locken möchte, hat in diesem Fall eher schlechte Karten.

Kennen Sie Ihre Keywords?

Wie solche „Tarnseiten" zustande kommen? Ganz einfach: Wenn auf dem Internetauftritt beispielsweise das Wort „Schreiner“ genannt wird, aber nicht ein einziges Mal auch das Wort „Tischler“ auftaucht, wird jemand, der mit dem Wort „Tischler“ sucht, diese Seite auch nicht finden können. Ausschließlich das, was Textlich auf einer Webseite vorhanden ist, wird von den Suchmaschinen auf den Ergebnisseiten bei entsprechenden Suchbegriffen auch angezeigt.

Ergo: Wer im Internet gefunden werden will, sollte als erstes wissen, mit welchen Begriffen das geschehen soll. Diese Begriffe müssen auf der Webseite dann auch zu finden sein. Unter Umständen ist es sinnvoll, wenn die wichtigsten Keywords innerhalb eines Textes auch auf der Startseite zu finden sind.

Einem Handwerker in einer Kleinstadt werden vorhandene Schlüsselwörter im Text auf der Startseite im Bezug auf die Sichtbarkeit voran bringen. Bei Projekten, die mit mehr Wettbewerbern leben müssen, dürften wohl ein paar zusätzliche Maßnahmen notwendig sein. Oft nehmen hier schon diverse Portale wie "frag-mutti.de" oder "GuteFrage.net" die prominentesten Plätze ein.

Zeit oder Geld?

In der Not investiert dann so manch einer Monat für Monat in Internetanzeigen (Suchmaschinenmarketing (SEM)) wie Google Adwords oder die Werbeanzeigen bei Facebook. Es ist nicht so, dass SEM ohne Berechtigung wäre. Allerdings sollte die in der Regel wesentlich günstigere und nachhaltigere Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung (SEO) ausgeschöpft werden, bevor man massiv Geld in die Hand nimmt, um den eigenen Eintrag im Anzeigenbereich der Suchmaschinen wieder zu finden.

SEO bedeutet allerdings erst einmal viel Arbeit, die sich später dafür aber auch langfristig auszahlt. Sich das nötige Wissen anzueignen und dann umzusetzen braucht Zeit. Auch bis die Anpassungen zu erkennbaren Änderungen bei den Suchergebnissen führen, dauert. Wer sein Kerngeschäft nicht für SEO vernachlässigen möchte, hat die Möglichkeit, bei einem SEO-Experten professionelle Unterstützung zu suchen. Aber Vorsicht bei der Auswahl: Es gibt auch in dieser Branche viele schwarze Schafe. Und wer an solch einen "ganz Schlauen" gerät, kann seinen Webauftritt u.U. später im „Googelknast“ (Google Penaltys) wiederfinden...